Donnerstag, 24. Januar 2013

Schneefreuden

Ich muss gestehen, ich liebe Schnee. Wintertage ohne Schnee mag ich überhaupt nicht. Optisch ein Augenschmaus und die gedämpfte Akustik, herrlich. Wenn die Schneedecke ausreichend dick ist, hole ich die Langläufer raus.




Natürlich ist mir bewusst, dass zu viel Schnee auch kein Segen ist und ja, auch ich bin täglich auf das Auto angewiesen und ohne Carport oder Garage muss auch ich fleißig Schnee entfernen. Außerdem ist der Winterdienst auf dem brandenburgischen Land lausig. In meiner Straße ist noch nie jemand zum Räumen oder Streuen vorbeigekommen und die Landstraßen sind frühestens einen Tag nach Schneefall wieder mit gutem Gewissen befahrbar. Das funktioniert in anderen Teilen Deutschlands wesentlich besser, aber Garantien gibt es nie. Dafür sind hier die Gehwege tipptopp gefegt, was z.B. in Berlin in den vergangenen Jahren der reinste Alptraum für Fußgänger war.

Hier war ein tapferer Maulwurf am Werk


So wie die Wettervorhersagen aussehen wird der Schnee noch ein Weilchen hierbleiben, freu.

Eine schöne Zeit
Eure Eva

Dienstag, 22. Januar 2013

Hadspen Garden


Jeder passionierte Gärtner träumt davon einmal in England gärtnern zu können. Ich habe mir diesen Traum zwischen Gärtnerlehre und Studium erfüllt und eine Saison in Hadspen Garden, Somerset gearbeitet. Leider, um dies gleich vorweg zu sagen, gibt es den Garten in der Form heute nicht mehr. Das kanadische Gärtnerehepaar, Sandra und Nori Pope, hatte ein ganz außergewöhnliches Gartenkonzept im ehemaligen Küchengarten von Hadspen House kreiert.

Leider sind meine Fotos schon reichlich alt und nicht von besonders guter Qualität, aber für einen Eindruck mag es ausreichen.

Der ehemalige Küchengarten von Hadspen House bildete mit einer hufeisenförmigen Backsteinmauer am Hang die Kulisse für ein einmaliges Farbkonzept.




Die Farbe der Mauersteine veränderte sich im Lauf der Mauer und wirkte an einer Stelle fast dunkelviolett. Diese Stelle gab den Ausschlag genau dort violettfarbene Pflanzen zu pflanzen. Spazierte man den Weg aufwärts wurde die Mauer immer heller. Von dunkelrot zu hellem Ziegelrot, orangerot fast gelb. Das war die Geburtsstunde der anderen Farben. Von Dunkelviolett über dunkelrot, hellrot, orangerot, orange zu gelb. Diese Farben nahmen fast die Hälfte eines Hufeisenschenkels ein.




Die Farbe Rot ist nicht gerade für ihre Fernwirkung bekannt. Da hilft, wie hier zu sehen, die Kombination mit Blau. Hier ist sehr gut zu sehen, wie sich die Ziegelsteine immer dunkler verfärben je weiter man nach rechts geht und wie es in der Pflanzung aufgenommen wurde.




An einer Wegachse wurden die Farben gespiegelt und äquivalent in Pastelltönen auf der anderen Schenkelseite angeordnet.

Die Popes haben zu ihrem Farbkonzept ein Buch geschrieben, eines der ersten zu diesem Thema, welches leider nur noch antiquarisch zu erwerben ist. Bei Amazon gebraucht u.a. für übertriebene 199€ angeboten. Der deutsche Titel: „Gärten in weiß, gelb, rot oder blau” war, meiner Meinung nach, vom Verlag sehr unglücklich gewählt. Der Originaltitel: „Colour by design“ besitzt auch ein wesentlich bessere Cover.

Wer hier Gartenimpressionen erwartet wird enttäuscht sein. In dem Buch geht es ausschließlich um die Farben von Pflanzen und ihre Wirkung, und wie sie in ihrem Garten eingesetzt werden, um Stimmungen zu erzeugen. 

Viele Grüße von 
Eurer Eva

Freitag, 18. Januar 2013

Gartenträume

Ich habe mittlerweile einige Jahre in vielen schönen Gärten gearbeitet und noch immer träume ich von einem großen, eigenen Garten. Ungefähr zwei Jahre lang war ich auch stolze Besitzerin eines kleinen Gartens, der noch nicht meinem Traum entsprach, aber ein Anfang war. Aufgrund eines Ortswechsels war ich gezwungen diesen wieder aufzugeben. Viele weitere Ortswechsel kamen hinzu und auch jetzt ist abzusehen, dass ich Ende nächsten Jahres meine Sachen wieder packen und weiterziehen werde.
Es mangelt mir nicht an Gärten, in denen ich arbeiten kann, aber ein eigener Garten ist doch etwas anderes. Nur Jemand der leidenschaftlich gern gärtnert kann meinen Unmut und manchmal meine tiefe Traurigkeit darüber verstehen. Bis zum eigenen Garten muss der Balkon herhalten, der zum Glück bisher immer mein Begleiter war. Aber wie jeder Balkongärtner weiß, einen Tag Abwesenheit im Hochsommer bei 35°C im Schatten und schon macht alles schlapp.
Nun ja, irgendwann einmal wird es hoffentlich klappen.

Die ersten Pläne für die nächste Balkonsaison sind jedenfalls geschmiedet. Um dem schnellen Austrocknen der oft kleinen Gefäße entgegenzutreten, habe ich mich entschlossen ein paar "Lowbudget-Gefäße" selber zu bauen. Die sind dann maßgeschneidert für eine optimale Platzausnutzung und lassen sich für den nächsten Umzug leicht auseinanderbauen. An anderer Stelle mehr davon.

Viele Grüße von
Eurer Eva